Das erstemal Malle!

Einen Urlaub mit Freunden zu buchen ist immer so eine Sache. Man will an unterschiedliche Orte, hat unterschiedliche Preisvorstellungen und einige zudem schiss vorm Fliegen. Ich war eher so der Typ, entspannen an der Nordsee, wo hingegen meine Mitreisenden eher die Welt sehen wollten. Nach langen Diskussionen war klar, es geht nach Malle. Schon einige Tage vorher konnte ich nicht schlafen. Nicht weil ich mich so auf den Urlaub gefreut habe, nein ich hatte panische Angst in die Todesmaschiene, namens Flugzeug zu steigen. Dann war der Tag gekommen. Wir fuhren zum Flughafen. Meine Mitreisenden waren überaus entspannt, denn sie sind schon einige male geflogen. Ich hingegen, habe mir schon meine Beerdigung ausgemalt. Nachdem wir am Flughafen noch einen Z-Promi trafen und sich der ganze Raucherbereich über ihn lustig gemacht hat, ging es auch schon los. Im Flieger angekommen hätte ich am liebsten sterben wollen. Mir ging es nicht gut. Ich war kurz vor einer Panikattacke. Irgendwann machte sich der Flieger bereit und wir starteten. Nachdem ich kurz in Tränen versunken war, musste ich lachen. Fliegen war wunderschön! Endlich angekommen sind wir dann erstmal ins Hotel. Erstmal Lage checken und schauen, was man noch so machen kann. Wir haben uns dann für den bierkönig entschieden, schließlich war es schon Mitternacht. Dort angekommen merkte ich schnell das dies nicht mein Laden wird, allerdings wird sich das mit viel Alkohol wohl ändern, dachte ich mir. Gedacht getan. Nachdem ich mir einen ordentlichen Pegel angetrunken hatte, war der Laden auch nicht mehr so schlimm. Um 3 Uhr morgens verabschiedeten sich meine Mitreisenden, denn sie sind müde. Ich hingegen habe schon neue Leute kennengelernt und bleibe noch. Um 5 machte der Laden dann dicht. Ich Aber wollte noch nicht nach Hause. Ich und meine Begleitung haben dann noch eine weiter Kneipe gefunden. Nachdem mir klar wurde, dass man in diesem Lokal schneller an illegale Drogen als an Alkohol rankommt, bin ich dort weg. Zum Glück war es schon hell. Gut um 9 sollte das auch so sein. Auf dem Weg zurück zum Hotel, bin ich dann in einem Tattoostudio gelandet. Ich weiß bis heute nicht mehr wo dieser Laden war. Ich weiß auch nicht wie ich dort hingekommen bin. Nachdem ich kurz mit dem Tätowierer gesprochen hab, dass es ja unverantwortlich sei betrunkene Leute zu tätowieren, sagte ich ihm was ich möchte. Er zeichnete mir das Motiv. Nur fehlte da noch was. Da ich nicht mehr auf die englischen Worte für Welle und Meer kam und ich sowieso der festen Überzeugung bin, dass nur mein betrunkenes Ich meint es könne gut englisch, entstand dann der Satz *I will a Welle from the Meer*. Der Typ schaute mich fragend an. Ich wiederholte den Satz und zeigte nach draußen aufs Meer. Wieder ein großes Fragezeichen in seinem Gesicht. Nun schaute er sich das Motiv an. Er schien aus dem Kontext heraus und weil auf dem Motiv schon ein Flugzeug, eine Palme und eine Sonne war, verstanden zu haben, was ich meine. Nachdem ich meine neues Tattoo also hatte, bezahlte ich glücklich und ging zum Hotel. Auf dem Weg eben ein paar Bier aus dem Supermarkt trinken und dann schauen, was meine Freunde machen. Im Hotel angekommen, Schock. Sie waren weg und hatten mich alleine gelassen. Nachdem ich mein Handy wieder zum Leben gebracht hatte, war dann klar, die beiden sind nach Palma gefahren. Ich also wieder aus dem Hotel raus und zur nächsten Bushaltestelle. Nachdem ich dort eine halbe Stunde gewartet habe und kein Bus kam, wollte ich wieder zum Hotel. Leider kam mir das nächste Tattoostudio dazwischen. Ich also rein, Motiv genannt und wieder auf den Stuhl, bezahlen und ab ins Hotel. Erstmal schlafen. Nachmittags wurde ich dann geweckt. Die beiden aus Palma waren wieder da. In der Zwischenzeit hatte ich schon wieder vergessen, dass ich mich verschönern lassen hab und hab mich über die Schmerzen gewundert. Erstmal mein Leben überdenken, dachte ich und schlief noch ne Runde. Die drauf folgenden Tage fuhren wir an einige Orte auf der Insel. Erst am Abreise Tag war ich wieder soweit klar, dass ich mich auf Unternehmungen hätte freuen können, nur war es da wieder einmal zu spät.

17.4.19 14:25, kommentieren

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Chemnitz

Ich habe mich erst jetzt mit der Thematik auseinandersetzt. Mir Videos und Bilder aus Chemnitz angeschaut, und mir wurde schlecht. Ich wusste im ersten Moment nicht, ob ich weinen oder kotzen sollte. Wie kann man in der heutigen Zeit so ein Verhalten an den Tag legen? Ein Mensch wird erstochen und das ganze wird als Grundlage für Rechte Hetze missbraucht. Der Fall war und ist natürlich gefundenes fressen für die Rechte Szene. Demonstrationen, Hetzjagt, Gewalttaten waren die Folge.Sie stellen sich also auf die gleiche Stufe von dennen der Mörder aus Chemnitz. Altbekannte Parolen werden mit dem Wort *Töten* ergänzt oder neu erschaffen. Das ganze nimmt momentan ein absurdes Ausmaß an Hass an. Die Polizei und der Staat sind anscheinend machtlos und man weiß nicht so genau, was man jetzt machen soll. Menschen die das ganze, wie ich, beschissen finden, treffen sich am Montag in Chemnitz um dort unter dem Motto *wirsindmehr* ein Zeichen zusetzen. Ob man jetzt das ganze mit einem Konzert untermauern muss oder nicht, sei dahin gestellt. Jedoch finde ich die Botschaft wichtig. Das die Menschen, die in Geschichte nicht aufgepasst haben und denen man anscheinend auch ein Stück scheiße als gold verkaufen kann, merken das sie mit ihrer Ideologie nicht so weit kommen. Auf Chemnitz wird momentan ganz besonders ein Auge geworfen, nur sollte man nicht vergessen, das wir auch in jedem anderen Ort solche Idioten haben. Ich hoffe das Montag das ganze friedlich abläuft und niemand zu Schaden kommt. Sollte das ganze, aus welchem Grund auch immer, nach hinten losgehen, wissen wir ja werd schuld war. Es sind bestimmt nicht die guten Bürger die nur IHR Land schützen wollten....

31.8.18 05:17, kommentieren